Grafik 1: Staatenlose in verschiedenen Kategorien der ständigen und nichtständigen
ausländischen Wohnbevölkerung
2500
2000
1500
1000
1980
1981
1982
1983
1984
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
0
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Ständige WB
Nichtständige WB
2011
Ständige WB
Nichtständige WB
2012
Ständige WB
Nichtständige WB
2013
Ständige WB
Nichtständige WB
2014
Ständige WB
Nichtständige WB
2015
Ständige WB
Nichtständige WB
2016
Ständige WB
Nichtständige WB
2017
Ständige WB
Nichtständige WB
500
Staatenlos
Nicht zuteilbar gemäss den aktuellen Grenzen Ohne Angabe
Staatenlos
Ohne Angabe
Quelle: BFS, Ständige ausländische Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 1980–2017;
BFS, Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Kanton, Anwesenheitsbewilligung, Geschlecht, Altersklasse
und Staatsangehörigkeit, 2010–2017.
32. Für die Kodierung als „Staatenlos“ in der Bevölkerungsstatistik werden die Informationen
aus den Einwohnerregistern der Gemeinden und den Personenregistern des Bundes
übernommen. In dieser Kategorie wurden von 1980 bis Ende 1993 stets weniger als 300
Personen erfasst, die ständig in der Schweiz lebten. Ende 1994 lag diese Zahl zum ersten Mal
darüber und erreichte Ende 1995 ein vorläufiges Hoch von 355 Personen. In den Folgejahren
sank die Zahl jedoch stetig, und belief sich Ende 2009 auf 116 Staatenlose. Ende des Jahres
2010 verzeichnete die Statistik einen rapiden Anstieg auf 230 Personen, und damit beinahe
eine Verdoppelung. Dies kann vor allem dadurch erklärt werden, dass ab 2010 das statistische
„Produktionsverfahren“ gewechselt und eine neue Definition der ständigen Wohnbevölkerung
verwendet wurde: neu wurden auch Personen im Asylprozess mit einer Gesamtaufenthaltsdauer von mindestens zwölf Monaten erfasst. Dabei werden im Unterscheid zur Statistik
des SEM (siehe auch Kapitel 2.2) auch Personen mit EDA-Ausweis, d.h. internationale FunktionärInnen, DiplomatInnen und deren Familienangehörige in die Statistik einbezogen. Deren
Anzahl blieb jedoch stets gering.
33. 2010 wurde aber nicht nur das statistische „Produktionsverfahren“ umgestellt. Zusätzlich sind
ab diesem Zeitpunkt auch Daten des BFS zur nichtständigen Wohnbevölkerung verfügbar –
also zu Personen mit einem Aufenthalt von weniger als zwölf Monaten.
34. Bereits im Jahr nach der statistischen Umstellung sank die Zahl Staatenloser in der ständigen
Wohnbevölkerung wieder stark auf 156 Personen, um schliesslich ab 2012 kontinuierlich
auf ein Hoch von nunmehr 461 Personen (Ende 2017) anzuwachsen. Die ab 2010 parallel
erfassten Staatenlosen mit einer Aufenthaltsdauer von weniger als zwölf Monaten blieben im
Verhältnis zu dieser Zahl stets gering. Sie stiegen von 13 Personen 2010 auf ein Hoch von 31
Personen Ende 2014 an, um schliesslich Ende 2017 statistisch nahezu zu verschwinden.
UNHCR SCHWEIZ UND LIECHTENSTEIN, 2018
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