lang zunächst direkt unter der Kategorie „Staatenlos“ erfasst wurden und sich dies auch bei
der vorläufigen Aufnahme widerspiegelt. Vereinzelt könnten darunter auch Personen fallen,
welche nach abgeschlossenem Asylverfahren das Staatenlosigkeitsanerkennungsverfahren
erfolgreich durchlaufen haben und lediglich auf die Ausstellung einer Aufenthaltsbewilligung
warten.
43. In absoluten Zahlen ist die vom SEM verzeichnete Gruppe der Staatenlosen stets grösser als
in den Statistiken des BFS und lag Ende 2017 bei 592 Personen gegenüber 462 Personen nach
den Statistiken des BFS. Dies ist überraschend in Hinblick darauf, dass das BFS grundsätzlich
weiterreichender Personen erfasst als das SEM.
DIE KATEGORIE „OHNE NATIONALITÄT“
44. In der Kategorie „Ohne Nationalität“ werden vom SEM Personen erfasst, deren Herkunft
bekannt ist, die aber über keine Staatsangehörigkeit verfügen ohne als Staatenlose anerkannt
worden zu sein. Hierunter fallen nach Auskunft des SEM mehrheitlich palästinensische
Flüchtlinge und kurdische Ajanib und Maktumin aus Syrien. Es ist daher davon auszugehen,
dass die Mehrheit der hier erfassten Personen nach den Kriterien von UNHCR sowohl
Flüchtlinge als auch Staatenlose sind.
45. In dieser Kategorie ist die Anzahl an Personen mit Niederlassungsbewilligung (C) konstant
niedrig mit geringen Schwankungen – von 69 Personen Ende 2008 zu 80 Personen
Ende 2017 – wobei durchgehend etwa ein Viertel zugleich als Flüchtling anerkannt war.
Relativ konstant ist auch die Gruppe der Personen mit Aufenthaltsbewilligung (B) in der
Grössenordnung 80–110 Personen, wobei der ohnedies geringe Anteil jener, die zugleich
Grafik 4: Kategorie „Ohne Nationalität“ nach Aufenthaltstitel
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0
2008
2009
2010
2011
2012
Flüchtlinge (C)
Flüchtlinge (B)
Vorläufig Aufgenommene (F)
Sonstige nicht ständige Wohnbevölkerung (L ua)
2013
2014
2015
2016
2017
Sonstige Niedergelassene (C)
Sonstige AufenthalterInnen (B)
Asylsuchende (N)
Quelle: SEM, Ausländerstatistik 2008–2017, Tabellen 2–10 und 2–40; SEM, Asylstatistik 2008–2017,
Tabelle 6–20.
UNHCR SCHWEIZ UND LIECHTENSTEIN, 2018
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